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Im Jahre 1999/2000 verändern sich die Arbeitsbedingungen und -strukturen für das Arbeitsfeld Straßensozialarbeit in Potsdam.
Neue Standards und Rahmenbedingungen werden durch uns dem Jugendamt Potsdam vorgelegt und abgestimmt.
Die Trägerschaft über die nun neu strukturierte Arbeit übernimmt das Diakonische Werk Potsdam e.V.
Das Projekt, welches nun für das ganze Potsdamer Stadtgebiet zuständig ist, erhält den Namen Wildwuchs Streetwork.
1999
Es findet eine Versöhnungsfahrt mit dem Institut Neue Impulse nach Israel statt.
Ausbau eines sozialen Jugendzentrums „Villa Wildwuchs“ für die Straßensozialarbeit und Ende des Jahres
Umzug dorthin;
Es gibt erste Kontakte zur Fußballfanszene.
Wir verstärken die suchtpräventive Arbeit.
ab 2000
Vorbereitung und Durchführung einer Fachtagung Suchtprävention;
Theoretische Gedanken zur Arbeit mit gewaltbereiten und rechtsorientierten Jugendlichen;
Wir stellen mit Fußballfans den Antrag auf Förderung eines Fanprojektes für Babelsberg 03.
2001
Wildwuchs (Diakonisches Werk Potsdam e.V.) wird Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft
(LAG) Streetwork/Mobile Jugendarbeit Brandenburg e.V.;
Das Fußballfanprojekt wird bewilligt.
2002
Eine Weiterbildung für Internationale Jugendbegegnung beim Institut Neue Impulse beginnt.
Es findet ein Fachkräfteaustausch mit Moskauer und Belgoroder SozialarbeiterInnen statt.
Wir verstärken unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und gründen eine Klettergruppe.
Im Rahmen unserer Mitarbeit in der Initiative für Begegnung, sind wir an der Durchführung von Länderabenden und
Straßenfesten für die Asylsuchenden der Stadt Potsdam beteiligt.
2003
Es beginnt der Aufbau einer Partnerschaft mit Schulen in Betlehem und Hadera unter Einbeziehung einer Rockband in Potsdam und einer Potsdamer Schule (Projekt Grenzgänger).
November 2003
Wir eröffnen die Skatehalle in der Innenstadt (Kurfürstenstraße).
Eine alte Lagerhalle wird mit jugendlichen Skatern beräumt und mit Mitteln aus dem Programm
‚Soziale Stadt’ zu einer Skatehalle umgebaut.
2004
Das Diakonische Werk Potsdam übernimmt die Trägerschaft über den Abenteuerspielplatz ‚Blauer Daumen’.
Der pädagogisch betreute Spielplatz In der Aue/Ecke Steinstraße dient der alternativen
Freizeitgestaltung für 9 bis 14 Jährige.
Durch eine Spende der Evangelischen Darlehensgenossenschaft Kiel (EDG) erwerben wir einen neuen Bus.
Der Ford Transit wird unser neues Streetworkmobil.
Juni 2005
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert für drei Jahre eine Personalstelle für die Straßensozialarbeit mit jugendlichen Spätaussiedlern. Das Diakonische Werk stellt einen Pädagogen ein, der selbst Aussiedler ist und im bestehenden Team integriert wird. Auslöser für den Antrag waren Konflikte in Groß Glienicke.
2005
Wir überarbeiten unsere Konzeption und stellen im November, nach einem Jahr intensiver Arbeit,
unser neues Qualitätshandbuch im Jugendhilfeausschuß vor.
Die Internetpräsenz unter www.wildwuchs-potsdam.de wird professioneller (neue Gestaltung, mehr Inhalt,
mehr Infos und bessere Bedienbarkeit).
2006
Mit Jugendlichen aus der alternativen Szene nehmen wir aktiv am Landesjugendcamp als Aufbauhelfer teil.
Die Arbeit mit russischsprachigen Jugendlichen wird intensiviert. Es entstehen mehrere Kleinstprojekte
(Angelgruppe, Dynamo Potsdam, Integrationsklettergruppe).
Wir unternehmen erste Versuche, für die marode ‚Villa Wildwuchs’ ein anderes Objekt zu finden. Es gibt zunächst
keine Aussicht auf Erfolg.
2007
Es gibt Diskussionen um den Streetwork-Standort ‚Villa Wildwuchs’ (ausbauen oder umziehen?). Letztlich wird ein
Umzug favorisiert und nach neuen Räumlichkeiten gesucht.
Der tragische Unfalltod eines jugendlichen Punks bringt uns an die Grenzen unserer Arbeit.
In der Villa Wildwuchs findet eine grandiose Weihnachts- und Abschiedsparty statt; ein Kapitel wird beendet.
Zwei langjährige Kollegen verlassen das Projekt am Jahresende.
2008
Ein Jahr des Umbruchs. Das Team formiert sich mit zwei neuen Mitarbeitern (darunter die Leitungsstelle) neu.
Im Februar ziehen wir in die neuen Räumlichkeiten in der Posthofstraße 9 (wieder Innenstadtlage, aber kein Außengelände
mehr).
Die Stelle für die Arbeit mit russischsprachigen Jugendlichen läuft aus, wird aber von der Stadt Potsdam weiterfinanziert.
Die erfolgreiche Arbeit kann fortgeführt werden.
Die Skatehalle wird geschlossen, da die Stadt das Gelände verkauft.
2009
Erneut Umstrukturierung im Team. Streetwork und Fanprojekt rücken näher zusammen, was sich durch eine 50/50 Stelle
manifestiert. Das Fanprojekt arbeitet fortan mit zwei Mitarbeitern.
Wir bauen mit russischsprachigen Jugendlichen ein Floß, welches durch die modulare Bauweise immer wieder genutzt
werden kann.
2010
Jubiläumsjahr! 10 Jahre Streetwork beim Diakonischen Werk Potsdam. Aus diesem Anlaß veranstalten wir ein Konzert auf der
Aktionsfläche am Bassinplatz und führen eine Fachtagung mit 120 Gästen zum Thema:'Streetwork im Wandel der Zeit' durch.
Zwei neue Mitarbeiterinnen beginnen im August bzw. September ihre Tätigkeit im Projekt als Elternzeitvertretungen.